March 2017

Inhaltsverzeichnis Ausgabe März 2017

5 vor 12? Asien – Amerika – Europa: 2017 ein Jahr der Konfrontationen oder Neuerungen ?

Der Deutsch-Asiatische Wirtschaftskreis DAW hatte am 23. März 2017 zu einer Podiumsdiskussion in das Sheraton Hotel Büsingpalais in Offenbach am Main eingeladen mit den Experten Professor Dr. Rüdiger von Rosen, Präsident  der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaften, Dr. Arnold Wallraff, Präsident des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle a.D., dem Präsident des Deutsch-Schweizerischen Wirtschaftsklubs Reginald Dumont du Voitel, der Geschäftsführer Bernd Meist von der Bank of China Ltd. und Dr. Thomas Scheuring, CEO von der DECHEMA Ausstellungs-GmbH. Moderiert wurde die Diskussion von Ekkehard Stein, Rechtsanwalt und Partner und Honorarkonsul von Myanmar. Knapp 100 Gäste konnte der DAW verzeichnen.

Wir danken den Unterstützern: Dechema Ausstellungs-GmbH und iCrowdU Ltd.

   

DAW-Präsident Bodo Krüger begrüßte die Teilnehmer. Er ging in seiner Einführungsrede auf das Thema der Veranstaltung ein:


Bodo Krüger

„Unsere Gesellschaft war lange geprägt von Konsens und Toleranz. Nun werden wir überrannt von Populisten, die provozieren und polarisieren. Viele in unserer Gesellschaft sind davon begeistert. Hinzu kommt noch die gesamte Bandbreite der Radikalen. Viele fragen sich jetzt, worin liegen die Gründe für diesen Erfolg? Zwar wird unserer Gesellschaft von der Politik immer wieder eingetrichtert, wie gut es uns geht, bestätigt aber gleichzeitig, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht. Man strotzt vor Stolz über die hohen Steuereinnahmen, hat aber trotzdem keine Mittel für viele marode Schulen und Sportanlagen. Warum gibt es zwischen den Bundesländern unterschiedliche Strukturen im Schulbereich? Denken wir nur an die PISA Studie!

Sollte die Polizei nicht einheitlich in den Bundesländern behandelt werden, machen sie doch überall die gleichen Tätigkeiten. Warum wird dann der Polizist in Berlin schlechter bezahlt als der in Bayern? Diese Liste ließe sich endlos fortführen,  und ich bin sicher, Ihnen allen sind diese Dinge bekannt. Ich denke hierbei auch an die Managergehälter, womit Jahr für Jahr weitere Millionäre gezüchtet werden. Es ist traurig und macht stinksauer, wie die etablierten Parteien heucheln, verschleiern, verharmlosen und den Bürger für dumm verkaufen.

Die Politik hat nicht begriffen, dass durch die Populisten vielen Menschen, die schon immer mit den Regierenden ihre Probleme hatten, eine Stimme gegeben wurde. Bisher haben sich viele Menschen nicht getraut, laut etwas zu sagen. Alles wurde bisher nur in den eigenen vier Wänden oder am Stammtisch besprochen. Nun ist ihnen durch die Populisten bewusst geworden, dass sie mit ihrer Meinung nicht mehr allein sind und auch auf die Straße gehen können. Der Vorteil  der Populisten ist doch, dass sie alles und jeden in Frage stellen können, ohne den entsprechenden Beweis antreten zu müssen, siehe Erdogan.

Aber genau Das ist das Besondere, was viele toll finden. Denn die meisten Anhänger dieser Spezie interessieren sich nicht für die Probleme, einen Staat zu führen. Probleme sollen die anderen haben. Trump hat dies uns ja richtig in seinem Wahlkampf und in den Anfängen seiner Amtszeit vor Augen geführt. Die Gesellschaft hat sich verändert und ist selbstbewusst geworden. Heute wird protestiert und gestreikt, was das Zeug hält, wenn auch noch vieles dabei inhaltlich nur einen kleinen Kreis betrifft. Doch machen wir uns nichts vor, die Politik wird künftig davon mehr und mehr beeinflusst werden.“

Die Diskussion begann mit dem Thema Amerika und Donald Trump. Wird es dazu kommen, dass Trump das TPP-Abkommen nicht unterzeichnet? Seine eigene Sicht zum Weltwirtschaftshandel wird nicht von allen geteilt. China hätte dadurch eine gute Konstellation. Die Aussagen von Trump wurden nicht nur hinsichtlich „Amerika first“ als nicht logisch bezeichnet. Auch wenn er versuchen sollte, für deutsche Produkte eine Einfuhrsteuer einzuführen, würde Deutschland keinen Schaden daran nehmen, denn amerikanische Unternehmen werden auf die gute Technik nicht verzichten wollen. Auch wenn Trump seine protektionistische Agenda durchsetzen möchte, Amerika kann sich nicht aus dem Welthandel verabschieden.  Dr. Wallraff beleuchtete  die derzeitige amerikanische Situation auf „Kölsch“:  „ Et is wie et is“ oder „it kütt wie et kütt“ und „wat fort is is fort“. Trump wäre nur mit mehr Härte bei Verhandlungen entgegenzutreten. Die Folge könnten zu mehr Bündnissen führen durch die EU, China und Japan.

   
Herr Stein                         Herr von Rosen                                                        Herr Meist

Die Sicht durch die „Schweizer Brille“ gab Du Voitel im Hinblick auf die Masseneinwanderungen in 2014 nach Europa. Es wurden ähnliche protektionistische Aussagen  wahrgenommen. Der Feind wird meistens nur außen gesucht.

Amerika wird weiterhin versuchen, z. B. die Automobilindustrie, High Tec, etc., auszubauen. Daher könnte sich Trump eigentlich nicht beim Handelsabkommen verabschieden, wie es zurzeit England mit dem Brexit versucht. Das Land wird davon nicht profitieren. So würde auch die USA bei einer Trump-Handelspolitik schwächeln. Ekkehard Stein sprach den damaligen Paradigmenwechsel durch Obama an (USA – ASIEN) , den Trump versucht zu demontieren. Die Auswirkungen werden die Weltmacht China beflügeln. Falls Chinas Wirtschaftspolitik  geschickt gelenkt werden würde, sind sie der Gewinner. Der Geschäftsführer der Bank of China, Bernd Meist, bemerkte dazu: China wäre der Gewinner, ohne Tore zu schießen. Auch Dr. Scheuring sagte dazu, dass es für China weniger Aufwand bedeute, als Sieger hervorzugehen. Prof. Dr. von Rosen wandte ein: „China mag China sein, wichtig sei aber Deutschlands weitere Entwicklung in den nächsten Jahren.“

      
Herr du Voitel                     Herr Wallraff                                  Herr Scheuring

Ekkehard Stein stellte die Frage: “Was passiert, wenn Trump das TPP-Abkommen nicht unterschreibt? Wird Deutschland profitieren? Wie sieht es mit den Regelungen zwischen England und Schottland aus. Wird es Auswirkungen in Asien geben?“ Jedoch werden der Brexit und und Trump Europa nicht umwerfen mit seinen Werten der Rechtsstaatlichkeit und Freiheit.

Deutschland nutzt den essentiellen Teil der EU, und Deutschland wird der große Faktor bleiben, wie schon Tucholski sagte. Sollte nach den Wahlen in Frankreich Marine Le Pen gewinnen, werde es keine große Rolle in der EU spielen. Auch wenn Deutschland mit seinem Leistungsüberschuss profitiere, es werde dafür bezahlen müssen. Polen bekam zum Beispiel die meisten Subventionen. So wird es in der EU unterschiedliche „Geschwindigkeiten“ geben. Nur wie die Gestaltung aussehen wird, muss abgewartet werden.

   

Bernd Meist sprach die Auswirkungen des Brexits nach dem Austritt von England an. Diese würden sich beim Verlassen der Banken in ca. 3 Jahren bemerkbar machen. Doch sollten die Türen in der EU nicht zuschlagen. Sollte das Kingdom zusammenbrechen, kann es ein Umdenken geben. Verhandlungen sollten dann behutsam geführt werden.

Wie sieht es mit der Rüstungsindustrie in der EU aus? Sie sei sehr weit weg vom Optimum mit dem Hinweis auf den Airbus und vielen anderen Militärausrüstungen.  Widersprüchlich seien die Genehmigungen für Rüstungsgüter wie 27 Fregattentypen und  15 verschiedene Panzertypen. Den A400M gibt es in acht verschiedenen Versionen. Bessere Abstimmungen würden die Kosten erheblich senken.

Wie sieht es mit Russland aus? Es ist ein Teil Europas. Könnte eine strategische Partnerschaft angestrebt werden? Auch wenn völkerrechtliche Verträge gebrochen worden sind, ist Russland unser Partnerland in Europa. Ein kontinuierlicher Aufbau der mittelständischen Wirtschaft wäre vonnöten.

Zum Thema Asien und ASEAN: Wird ASEAN Plus 3 der Ansprechpartner Europas sein? Vor Augen halten muss man sich, dass ASIEN andere Wertevorstellungen hat. Die ASEAN-Freihandelsabkommen zwischen ihren Mitgliedsstaaten sind  völlig anders gestaltet als die der EU. Das liegt an den sehr unterschiedlichen Ländern wie die Philippinen, Kambodscha, Vietnam, etc. Sie passen nicht in das gleiche EU-Raster. Vietnam schaut etwas ängstlich auf die Chinesen. Schon innerhalb Chinas werden die Handelsabkommen unterschiedlich gesehen. Schon in der EU wird unser Modell kritisiert.

Sieht man differenziert auf die Wirtschaft, hier China und die Verkaufszahlen  von VW und Audi, so ist bekannt, dass beide Unternehmen dort höhere Stückzahlen als in Deutschland verkaufen. Wie wichtig die Handelsabkommen trotz aller Unterschiede und Widrigkeiten sind, sollte hier betont werden. Europa kann daher mit solidem Selbstvertrauen in die Zukunft schauen.

Vom Podium kamen die Ratschläge zu den angesprochenen Problemen:
„Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“ und „Wie immer es geschieht, es wird zu Gelassenheit“ geraten.

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ASEANs neuer Weg

     

ACHTUNG: TERMIN-ABSAGE!
VERANSTALTUNG VERTAGT auf den Herbst, in Berlin! Details folgen!

Im Jahr 2015 wurde die AEC (ASEAN Economic Community) gegründet mit der Vision, bis 2025 zehn Mitgliedsstaaten zu einer institutionellen Wirtschaftszone zusammenzuschließen. Die fundamentale Säule der AEC wird der freie Handel von Waren und Dienstleistungen sein.

China verliert zunehmend an Attraktivität bei den deutschen Investoren. Die Arbeitskosten steigen und das geistige Eigentum ist gefährdet. Es fehlt an Unterstützungen durch Provinz- und Bezirksregierungen. In der Praxis müssen die ausländischen Investoren mit administrativen Barrieren und Diskriminierung gegenüber den einheimischen Unternehmen kämpfen. Die Folge sind Abwanderungen in die ASEAN-Staaten. Der Vorteil dieser Standorte ist klar: Wer in der AEC produziert, kann den chinesischen Markt zollfrei mit reduzierten Logistikkosten bedienen. Die Personalkosten sind niedriger, die Geschäftskultur gleicht ein wenig der unseren, und Personal ist einfacher zu rekrutieren.

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Kunshan-Tag


traditionelle Kunst trifft auf moderne Industrie       (Bildquelle: Winfried Weigel)

Der Deutsch-Asiatische Wirtschaftskreis hatte bei seiner Wirtschafts-Delegationsreise im Oktober 2016 mit deutschen Unternehmern unter anderem auch Kunshan besucht. Sie wurden dort von der Vize-Bürgermeisterin Ming Jin empfangen (siehe Bild Mitte). Durch den inzwischen engen Kontakt erfolgt dieser Gegenbesuch. Der DAW lädt daher interessierte Unternehmensvertreter am 25. April 2017 von 14 bis 19.30 Uhr ins Hotel InterContinental, Wilhelm-Leuschner-Straße 43, 60329 Frankfurt am Main ein. Hochkarätige Vertreter der Stadt Kunshan werden gemeinsam mit zum Beispiel Roland Berger, der Firma Voith, über die Entwicklung der Stadt und den Industriepark referieren.

Anmeldungen bitte beim: Deutsch-Asiatischen Wirtschaftskreis e. V., E-Mail: daw@daw-ev.de
  

Kunshan, eine Stadt in der unmittelbaren Nachbarschaft von Shanghai, ist in China nicht nur für ihre langjährige Kun-Oper-Kultur (eine der ältesten Bühnenkunstformen der Welt) bekannt, sondern auch wegen ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Das BIP liegt in Kunshan höher als in Taipeh.


Bildquelle: Investment Promotion & Service Center Of Kunshan 

In den letzten Jahren entwickelte sich die Kooperation Kunshans mit Deutschland sehr rasant. So genießt die Stadt bereits den Ruf als deutsche Stadt für KMUs im Yangtse-Delta. Im Industriepark gibt es zurzeit insgesamt 107 europäische und amerikanische Unternehmen, darunter 55 aus Deutschland.


Bildquelle: Investment Promotion & Service Center of Kunshan

Neben der Präsentation der Investitionspolitik der lokalen Regionen und Industrieparks können deutsche Unternehmer diese Plattform auch zum Knüpfen von Kontakten mit zahlreichen Unternehmen aus Kunshan nutzen.

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3. DAW-Wirtschaftsdelegationsreise V.R.China


Bildquelle: DAW
   
in die Städte Hangzhou, Zibo und Weihai
vom 18. Juni bis 25. Juni 2017

Der Deutsch-Asiatische Wirtschaftskreis e. V. (DAW) bietet in Zusammenarbeit mit der China International Investment Promotion Agency (CIPA), einer offiziellen Vertretung des chinesischen Handelsministeriums in Deutschland, nach zwei sehr erfolgreichen Wirtschaftsreisen eine weitere an in die V. R. China an mit dem Schwerpunkt Biomedizin & Pharma sowie Umweltschutz.

Für interessierte Unternehmen aus den vorgenannten Bereichen kann der DAW hervorragende Sonderkonditionen für die Reise anbieten. Im Gesamtpreis von EUR 1.950,00 ist enthalten:

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte den DAW: Tel. 06103 7315333, Email: daw@daw-ev.de. Weitere Einzelheiten zur Reise bitte

Die gesamte Organisation und Durchführung der Reise einschließlich Flüge, Bahnverbindungen, Transfer, Unterkunft und Verpflegung. Für alle Treffen und Gespräche stehen Dolmetscher zur Verfügung. Kontakt

Die Reise lohnt sich für die Unternehmen, die Beziehungen in China auf- oder ausbauen möchten. Alle Teilnehmer werden bei rechtzeitiger Anmeldung vorweg nach China gemeldet, um jeden Mitreisenden in China die entsprechenden Kontaktpartner zu finden. Die bilateralen Investitionen und der Handel zwischen Deutschland und China haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich stark weiter entwickelt. So ist Deutschland mittlerweile Chinas größter Handelspartner in Europa und damit eine sehr wichtige Quelle für Auslandsinvestitionen. Nach wie vor benötigt China aber für seine Entwicklungen die deutsche Qualität.

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Kambodscha - Hitachi schaut nach Fahrstühlen​


Bildquelle: DAW

Gesendet am 14.03.2017 von Oliver Massmann, Partner, Duane Morris Vietnam LLP
Quelle: CambodiaDaily

Um Gewinne in Kambodschas wachsendem Produktions- und Immobilienmarkt zu realisieren, hat Hitachi, Japans Elektronikkonglomerat, angekündigt, ein joint venture in dem expandierenden lokalen Markt für Fahrstühle und Rolltreppenanlagen anzustreben. Dieser Markt weist ein jährliches Wachstum von etwa zehn Prozent pro Jahr aufgrund der starken Nachfrage auf.

Hitachi Elevator (Cambodia) möchte eine Produktion im Wert von 1,2 Millionen US-Dollar aufbauen. 47 Prozent investiert Hitachi Japan, 30 Prozent wird das Tochterunternehmen Siam-Hitachi Elevator Thailand zusteuern, mit 23 Prozent möchte sich das lokale Bauunternehmen, CMED Group beteiligen.

Der neue Geschäftsführer Sakchai Worrasangasilpa vom thailändischen Tochterunternehmen sagte, dass der Fokus auf den „after-sale service“ (Kundendienst) und dem steigenden Export liegen wird. Techniker für die neue Firma sollen in einem neuen Trainingscenter in Thailand ausgebildet werden.

Die Geschäftsausweitungen von Hitachi ist die Folge der Expansion in der Region inklusive eines gegründeten joint ventures in Burma im Jahre 2015. Hitachi hat zudem einen Standort für eine spezielle Wirtschaftszone in der Kandal-Provinz in Kambodscha ausgekundschaftet.

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Laos untersucht Entwicklungsstand erneuerbarer Energien​


Bildquelle: DAW
Gesendet am 28.03.2017 von Oliver Massmann, Partner, Duane Morris Vietnam LLC KPL Über 70

Repräsentanten der Regierung und von internationalen Organisationen nahmen an einem Workshop mit dem Thema „Setze die Zukunft unter Strom: Förderung des grünen Wachstums und der erneuerbaren Energie“ in der Hauptstadt Vietiane am 23. März 2017 teil.

Den Workshop leiteten der stellvertretende Minister für Energie und Minen, Mr. Sinava Souphanouvong, der japanische Diplomat in Laos, Mr. Kazunori Kawada und der Managing Director von Hitachi Zosen Corporation, Mr. Toshiyuki Shiraki.

Der Workshop wurde auf der Basis eines umfassenden Kooperationsvertrages für „Green Growth“ mit dem Ministerium für Energie und Minen abgehalten. Der derzeitige Entwicklungsstand, neue Regierungsprogramme sowie Chancen und Herausforderungen für erneuerbare Energien wurden diskutiert.

Der Workshop zeigte bemerkenswerte Projekte und aussichtsreiche Technologien für Laos auf wie zum Beispiel Reduzierung der Energie bei Einfuhrwaren und erneuerbare Energien bei der Produktion. Der Entwicklungsstand der erneuerbaren Energien und alternative Energieprojekte, die in Laos verwirklich werden könnten, wurden diskutiert.

Der stellvertretende Managing Director von EDL, Mr. Komochanh Phet-Asa sagte, Laos habe ein großes Potential an Wasserenergie, aus der zwischen 18.000 bis 26.000 Megawatt gewonnen werden könnten. Bisher seien nur 14 Prozent ausgeschöpft worden. In den Jahren 2004 bis 2016 wurden pro Jahr nur etwa 2.634 Gigawatt produziert. So sei der Energie-Import auf 277 GWH in 2004 und 860 GWh in 2016 gestiegen. Das bedeutet, dass der Bedarf von Elektrizität höher als die Versorgung ist. Daher muss Laos den Import aus den Nachbarländern erhöhen.
Die derzeitige Energieversorgung schwankt wegen  Regensaison und Trockenheit. Die meisten Wasserkraftwerke werden durch Flüsse gespeist, deren Kapazitäten daher relativ gering sind.

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Besuch des philippinischen Transportministers in Deutschland bricht das Eis​


Bildquelle: Dr. Andreas Klippe
von Dr. Andreas Klippe, DAW-Repräsentant Philippinen

Vom 27. Bis zum 30. März 2017 hat der Transportminister der Philippinen Arthur Tugade als erstes Kabinettsmitglied der neuen Regierung Duterte Deutschland besucht. Ein Investitionsprogramm von 145 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren wird in den Ausbau des Transportnetzes gesteckt. (Bild oben von links: Dr. Andreas Klippe, CEO DR. KLIPPE Philippines Corporation, Staatssekretär Michael Odenwald, Transportminister Arthur Tugade, Präsident und CEO von Mercedes Benz Group Services Philippines Inc., Heiko Nitsche)

Null Toleranz - Keine Korruption
Arthur Tugade ist kein typischer Politiker. Er ist Geschäftsmann. Und als solcher repräsentiert er ganz besonders das neue Politikverständnis der Philippinen.

"Zero Tolerance - No Corruption", diesen Slogan hat Präsident Duterte ausgegeben. Sein Transportminister hat das bereits umgesetzt, als Präsident der größten Wirtschaftszone in den Philippinen - und zugleich in ganz Südost-Asien -, in der Clark Freeport Zone. Selbst die Annahme von Kugelschreibern als Geschenk ist untersagt. Gemeinsame Mittag- oder Abendessen müssen getrennt bezahlt werden.

Damit steigen die Chancen deutscher Unternehmen, die eine transparente und korruptionsfreie Geschäftspolitik verfolgen.

Ausbau des Eisenbahnnetzes
Die bestehenden 67 km Eisenbahn sollen auf 2000 km ausgebaut werden. Hinzu kommt der Bau einer U-Bahn in Metro Manila sowie ein öffentlicher Nahverkehr, der den Namen auch verdient.

Chancen für die deutsche Wirtschaft
Die Deutschlandreise ist am 30. März 2017 zu Ende gegangen. Die Besuchsstationen des Transportministers umfassten Frankfurt, Stuttgart und Berlin. Insbesondere angetan war Arthur Tugade von der Intermodalität, sei es am Frankfurter Flughafen oder am Hauptbahnhof in Berlin.

Hier liegen auch die Chancen für die deutsche Wirtschaft. Zusätzlich muss enorm im Schulungs- und Ausbildungsbereich investiert werden. Es werden zehntausende von Ausbildungsplätzen geschaffen werden müssen, um ein modernes Transportsystem auf den Philippinen zu etablieren. Ein geeigneter Standort dafür ist zweifelsohne die Clark Freeport Zone mit ihren 28 000 Hektar.

Build - Build - Build
Das ist der Slogan von Präsident Duterte. Ob Eisenbahn, U-Bahn, S-Bahn, Busse, Signalsysteme, Wartungseinrichtungen bis hin zum TÜV, das alles wird gebaut werden.

Ob mit deutscher Beteiligung oder ohne, das hängt von der deutschen Wirtschaft ab. Im Gespräch mit Bundesminister Müller wurde die Absicht erklärt, entwicklungshilfepolitische Ansätze zu integrieren. Staatsminister im Verkehrsministerium Odenwald hat seine Bereitschaft erklärt, im Juli eine Delegationsreise auf die Philippinen zu planen.

Weitere Delegationen sind geplant.

Der Autor Andreas Klippe und Heiko Nitsche, President and CEO von Mercedes-Benz Group Services Philippines, Inc., waren die einzigen nicht-philippinischen Mitglieder in der Regierungsdelegation nach Deutschland. Für detaillierte Informationen steht der Autor gerne zur Verfügung.

DR. KLIPPE Philippines Corporation
Dr. Andreas Klippe
President and CEO
Email: Andreas Klippe | asia4winners a.klippe@asia4winners.de

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Sri Lanka - EU Marktzugang

Die Europäische Kommission in Brüssel hat einen Vorschlag für die Erweiterung des Marktzugangs für Sri Lanka erarbeitet. Es geht vor allem um die Abschaffung von Restriktionen im gesamten EU APS+ (Allgemeines Präferenzsystem oder „Generalised Scheme of Preferences/ GPS).

Die Wirtschaft soll durch erweiterte Exporte für den EU-Markt angekurbelt werden durch Wegfall von Zöllen. Das betrifft eine große Anzahl von Produkten inklusive Textilien und Fischereiwirtschaft.

Wenn keine Einwände gegen diesen Vorschlag bis Ende April vorgebracht werden, werden die Reformen in Kraft treten.

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Vietnam - erneuter Zinsanstieg


Bildquelle: Bodo Fröhlich
Gesendet am 24.03.2017 von Oliver Massmann, Partner, Duane Morris Vietnam LLP
Quelle: The Saigon Times

Unerwartet hoch schoss die Zinsrate des Dong auf 9.2 Prozent pro Jahr in seit weniger als zwei Monaten. Bereits zu diesem Zeitpunkt lag die Zinsrate 10 Basispunkt höher wie die VPBank berichtete.

Anstelle der 7.5 bis 7.9 Prozent Zinsrate vom 1. Januar 2017, bot die VPBank am 9. März eine Zinsrate von 9.2 Prozent für Einzelkunden an, jedoch als Festgeldrate für 60 Monate und einer Einlage von fünf Millionen VND. Normal sind Zinsraten von 7.5 bis 9.1 Prozent.

Viele andere Geschäftsbanken haben ihre Zinsraten erhöht, speziell für langfristige Anleger. Die Sacombank startete mit einem Angebot von einer 8,48 Prozent Zinsrate für Zertifikate mit Festlegung von sieben Jahren. LienVietPostBank plant für Depots Zinsen bis zu 8.8 Prozent. Kürzlich kündigte die Eximbank für 24 bis Monate Spareinlagen von 8 Prozent. Auch die NCB bietet ähnliche Zinsraten, um Anleger zu ködern.

Sichere Banken wie die DongABank und Saigon Commercial Bank (SCB) haben attraktive Zinsraten von 5.4 bis 5 Prozent für Kurzanleger (1 bis 4 Monate) angekündigt. Einlagen von 6 bis 9 Jahren werden mit 6.9 Prozent angeboten.

In den letzten Jahren haben Banken Termingelder auf niedrigem Level gehalten, manchmal unter 5 Prozent pro Jahr. Es ist damit zu rechnen, dass sich seit der letzten Marktentwicklung die Zinsen für Kredite erhöhen werden.

Einer der führenden Broker der HCM City Branch von der Vndirect Securities, Huynh Minh Tuan, sagte, dass zwangsläufig die Zinsraten in die Höhe gingen. Um das Kapital in diesem Jahr zu erhöhen, hatten die Banken keine andere Wahl, als die Zinsrate anzuheben. Der US Dollar hat sich gegenüber dem DONG verstärkt, weil die Zinsen in den USA angehoben wurden. Tuan bemerkte, dass, wenn sich das Geld vermehrt, Zinserhöhungen für Spareinlagen und Kredite die Folge seien.

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Vietnam - Investitionen in Automobilproduktion​


Bildquelle: Bodo Fröhlich​
Gesendet am 17.03.2017 von Oliver Massmann, Partner, Duane Morris VietnamLLP
Quelle: VIR

Der stellvertretende Premierminister Trinh Dinh Dung hieß ausländische Investitionen willkommen während eines  Empfangs für Alfred J. Dimora, Gründer und CEO von Dimora Enterprise, LLC in Hanoi

Die Gründe für Alfred Dimoras Besuch in Vietnam sind die Planung einer Produktion für Elektrofahrzeuge und Montagebetriebe. DiMora Motorcar, ein Partnerunternehmen der Dimora Enterpris, ist weltweit bekannt geworden durch das luxuriöse und teure Modell Natalia SLS2 Sport Luxury Sedan mit einem Wert von zwei Millionen US-Dollar.

Der stellvertretene Premierminister Dung sagte, der wachsende Automobilmarkt in Vietnam sei für ausländische Investoren besonders lukrativ. Dimora Enterprise will in der Anfangsphase elektrische Autos für die Mai Linh Group produzieren.
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Veranstaltungen und Termine

Dienstag, 25. April 2017 von 14:00 bis 19.30 Uhr (mit anschließendem Empfang)
KUNSHAN – TAG, eine Stadt, in der traditionelle Kunst auf moderne Industrie trifft
Ort: Hotel InterContinental, Wilhelm-Leuschner-Straße 43, 60329 Frankfurt am Main
Veranstalter: Stadtregierung Kunshan und Deutsch-Asiatischer Wirtschaftskreis e. V.
VA-Sprache: Deutsch
E-Mail: daw@daw-ev.de
Kosten: keine – Anmeldung erforderlich

Andere

05. bis 08. April 2017
Business Mission to Manila, the Philippines
Angekündigt durch: Hong Kong Trade Development Council, Hong Kong
VA-Sprache: Englisch
E-Mail: HKTDC@HKTDC.ORG

Mitwoch, 05. April 2017
Entrepreneur Workshop on „Legal Issues on Social Media“
Angekündigt durch: Hong Kong Trade Development Council, Hong Kong
VA-Sprache: Englisch
E-Mail: HKTDC@HKTDC.ORG

06. bis 09. April 2017
HKTDC Hong Kong International Lighting Fair 2017 (Spring Edition)
Angekündigt durch: Hong Kong Trade Development Council, Hong Kong
VA-Sprache: Englisch
E-Mail: HKTDC@HKTDC.ORG

11. bis 15. Juni 2018
ACHEMA 2018 in Frankfurt am Main, Messe Frankfurt
Angekündigt durch: Dechema Ausstellungs-GmbH
www.achema.de

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Impressum

Herausgeber: DAW Deutsch-Asiatischer Wirtschaftskreis e. V.,
Building B office twenty, 5th floor,
Robert-Bosch-Str. 32, 63303 Dreieich bei Frankfurt am Main,
Tel. +49 6103 7315333, Fax +49 6103 7315331
E-Mail: daw@daw-ev.de  Web: www.daw-ev.de

Alle Rechte vorbehalten. Wir weisen ausdrücklich daraufhin, dass alle Haftungen ausgeschlossen sind. Die Texte und Bilder basieren auf Informationen aus dem Deutsch-Asiatischen Wirtschaftskreis e. V. sowie von Mitgliedern des DAW und anderen Unternehmen, von Ministerien in Deutschland oder aus Asien sowie Presseauszüge mit Quellenangaben.

Redigierung: Erich Willmann, Journalist
Finishing:      Alexander Holtermann, Vize-Präsident DAW

Bilder und Logos: DAW, Frankfurter Sparkasse, Dechema, Kinder in Nepal e. V., Kristin Kays,  Business & Diplomacy, Bodo Fröhlich Berlin, Value Retail Management GmbH

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